„Pileau“ – das 24 Stunden Buch

Hallo Buddies,Pileau Cover

wir haben unsere Drohung wahr werden lassen und haben ein Buch in 24 Stunden ausgedacht, geschrieben und illustriert. Das fertige Werk trägt den Namen ‚Pileau‘ und ist eine romantische Reisekomödie mit 90 Seiten.

Nähere Infos zum Inhalt des Buchs findest du hier. Falls dich interessiert, was wir geschafft haben, kannst du das Buch hier bestellen. Ab Anfang Mai haben wir auch Exemplare bei uns, also keine Sorge, falls du online-Bestellung zu unpersönlich findest.

In diesem Blogpost werde ich kurz über die Entstehung des Buchs schreiben, unser Vorgehen besprechen und zuletzt aufzeigen, was ich für die nächsten 24 Stunden Projekte gelernt habe.


1. Der Plan (6:30 Uhr – 7:30 Uhr)

Beim reichhaltigen Frühstück überlegten wir, welches Thema das Buch haben soll. Die erste Idee war, einen Piloten als Protagonisten zu wählen (, weil es die ‚Pilotfolge‘ ist). Obwohl keiner von uns über besondere Kenntnisse hinsichtlich Piloten, Flugzeugen oder Flughäfen verfügt, einigten wir uns kurzerhand darauf. Im Folgenden ist dieser Plan entstanden, auf dem ich versucht habe, die wichtigsten Eckpunkte des Konzepts festzuhalten.

plan

 

Ohne Erfahrungen, wie viele Seiten ich in 24 Stunden schreiben kann, habe ich mir 100 Seiten zum Ziel gesetzt. Dementsprechend findet sich (in der kleinen Grafik) die Seitenaufteilung für die einzelnen Kapitel der Geschichte mit den jeweiligen Orten an denen sie spielen.

Außerdem finden sich auf dem Plan die Hauptfiguren und ihre Charakter-eigenschaften.

Einige der Ideen sind natürlich am Ende nicht im Buch gelandet.


2. Die Fleißarbeit (7:30 – 00:30)

Durch die Festlegung des Themas ‚Flughafen‘ etc., konnte Meier direkt mit dem Zeichnen anfangen und uns mit diversen Ansichten versorgen, die man typischerweise an Flughäfen und in Flugzeugen findet. (ich war beeindruckt, dass jemand ein Flugzeug so aus dem Kopf zeichnen kann:)

flugzeugstartplatz

Für mich ging das Schreiben los. Ohne viel nachzudenken, schrieb ich, was mir in den Kopf kam und ließ dabei zu, dass sich die Szenen von selbst entwickeln. Immer, wenn mir nichts mehr für eine Szene einfiel, findet ein Wechsel statt, entweder zu anderen Figuren oder anderen Schauplätzen. Ich habe immer 5 Seiten am Stück geschrieben (anfangs ca. 40 Minuten pro 5 Normseiten) und dann eine kurze Pause eingelegt.

Da mir das Setting mehr oder weniger fremd war, entschloss ich mich, auch in einem Genre zu schreiben, an dem ich mich noch nie versucht habe. Eine leichtherzige Komödie mit Romantik und skurillen Figuren hat den Vorteil, dass der Plot weniger im Vordergrund steht (als z.B. bei einer ‚Detektiv klärt den komplizierten Mord auf‘-Geschichte) und viel Raum lässt, um schnell bizarre Situationen zu entwerfen und aufzulösen.

Allerdings war mir nur lustig und romantisch zu langweilig beim Schreiben, sodass ich mich entschied, noch ein paar ‚tiefsinnigere‘ Gedanken und Dialoge einzubauen. Dies war eingangs die Idee für den Ton des gesamten Buches, in der Praxis war es vielleicht meine heitere Stimmung an dem Tag, die für den viel leichtherzigeren Ton und Inhalt verantwortlich war. Wenn man schreibt, ohne nachzudenken, muss man wohl seinem Gefühl Ausdruck verleihen.

Nach 12 Stunden merkte ich, wie mein Leistungspensum deutlich abnahm. Die Zeilen flossen viel träger durch meine vom Tippen schweren Finger. In den ersten 12 Stunden habe ich 57 Seiten geschrieben, in den 4 Stunden danach nur noch 15. Nach 16 Stunden war die Geschichte in der Form, in der sie auch im fertigen Buch zu sehen ist. Es blieb noch Zeit, das Ganze einmal grob korrekturzulesen.


3. Reflektion

Was habe ich aus diesem Projekt gelernt?

-in 24 Stunden lässt sich ein Buch schreiben & illustrieren.

-16 Stunden sind für mich derzeit das Maximum, d.h. die folgenden Bücher werde ich auf diese Länge auslegen (also: 60-70 Normseiten).

-2 Energy Drinks am Tag sind zu krass für meinen Organismus, ein Rockstar + Coke muss beim nächsten Mal genügen.

-der Ideenfluss war weniger hinderlich als die körperliche Konstitution. Um längere Bücher in 24 Stunden zu schreiben, muss ich fitter werden.


Es war insgesamt ein beflügelndes Projekt und ich bin gespannt darauf, die ersten Exemplare bald in den Händen zu halten. Wir werden die 24 H Serie bald fortsetzen und ich bin gespannt, was noch dabei herauskommt. Ich habe mir auch überlegt, beim nächsten Mal einen Livestream einzurichten, sodass ihr mir beim Tippen auf die Finger (und aufs Blatt) schauen könnt.

Peace.

panorama

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